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Pflege | Die Pflegeversicherung musste bereits reformiert werden | Verantwortung und Kosten werden auf die Bürger umgelagert
           
Thomas Schuster Versicherungsagentur  

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Gesetzliche Pflegeversicherung und Pflegereform

Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule innerhalb der sozialen Sicherungssysteme (bestehend aus Unfallversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung) und als notwendige Ergänzung zur Krankenversicherung eingeführt. Zwei wichtige Ziele waren und sind:
           
Die öffentliche Hand soll von pflegebedingten Aufwendungen entlastet werden.
Der Arbeitsmarkt soll durch die Schaffung neuer Pflegedienste belebt werden.
 

Konkret bedeutet das: Die Verantwortung und die Kosten für die Pflegevorsorge werden – wie auch diejenigen für die eigene Rente – immer mehr auf die Bürger umgelagert.

 
Dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nie als Vollkaskoversicherung gedacht war, ist sehr deutlich aus der Formulierung der damaligen Gesetzesbegründung zu erkennen:
 
"Mit den Leistungen der Pflegeversicherung wird eine Vollversorgung der Pflegebedürftigen weder angestrebt noch erreicht. Die Pflegeversicherung stellt eine soziale Grundsicherung in Form von unterstützenden Hilfeleistungen dar, die Eigenleistungen der Versicherten nicht entbehrlich machen."
 
Laut Statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2009 rund 4,1 Millionen Menschen in Deutschland, die über 80 Jahre alt waren. Über 2 Millionen Bürger sind pflegebedürftig. Die meisten der Pflegebedürftigen sind über 80 Jahre alt. Bedingt durch die Überalterung der Bevölkerung wird sich bereits in der nächsten Generation der Anteil der über 80 jährigen verdoppeln. Da es sich hierbei um die Generation der geburtenstarken Jahrgänge von 1948 bis 1965 (die sogenannten Baby-Boomer) handelt, wird somit auch die Anzahl der Pflegebedürftigen überproportional steigen. Die ersten Folgen sind heute schon zu erkennen.
 
Die Nachfrage nach Pflegeplätzen und Pflegekräften steigt stärker als das Angebot. Deshalb werden auch die Kosten für menschenwürdige Pflege zunehmend kräftig ansteigen. Auf die Pflegebedürftigen und vor allem deren Angehörige kommt ein erheblicher finanzieller Aufwand zu.

Reform der Pflegeversicherung

Den gestiegenen Kosten musste bereits durch eine Reform der Pflegeversicherung Rechnung getragen werden. Die Höchstsätze für die monatlichen Sachleistungsbeträge im ambulanten Bereich wurden ebenso stufenweise angehoben wie das monatliche Pflegegeld. Demzufolge wurde vom Staat der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung angehoben und Kinderlose zahlen einen Aufschlag. Weitere Punkte der Reform waren:
 
Verbesserung der Demenzbetreuung in Pflegeheimen
Stärkung der ambulanten Versorgung
Einführung einer Pflegezeit für Beschäftigte
Bürokratieabbau und mehr Wirtschaftlichkeit
Stärkung der Eigenvorsorge
 
Aufgrund stagnierender Realeinkommen und steigenden Zahl von Beschäftigten in Niedriglohnbereichen können immer weniger Pflegebedürftige Ihre Pflegekosten selbst aufbringen, wenn sie sich nur auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlassen. Die Rente wird häufig nicht ausreichen.
 
Die Mehrheit der Pflegebedürftigen wird – wie auch heute schon ein nicht unerheblicher Anteil – ihr Vermögen zur Finanzierung der Pflegekosten einsetzen und aufbrauchen müssen und wird zusätzlich auf eine Ergänzung durch Sozialhilfe und die Unterstützung durch Angehörige angewiesen sein. Ohne Eigenvorsorge ist eine medizinisch gute und aus sozialer Sicht menschenwürdige Pflege dauerhaft nicht finanzierbar.

Aktuelle Meldung - 5 Euro "Bahr-Geld" für die private Pflegeversicherung

Die Regierung hat erkannt, wie wichtig eine stärkere Förderung der privaten Pflegevorsorge ist. Deshalb soll jeder Vorsorgevertrag mit einem Monatsbeitrag ab zehn Euro und einer garantierten Leistung von mindestens 600 Euro im Pflegegrad 5 mit weiteren fünf Euro gefördert werden. Dieser Zuschuss aus den Steuertöpfen von Minister Bahr ist jedoch nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Hierzu war am 04.06.2012 auf n-tv zu lesen: Koalition einigt sich auf Förderung der privaten Vorsorge.
 
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